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6. November 2005 - Hochamt (11:00) |
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Seit dem 15. Jahrhundert ist das Requiem die Toten- uns Seelenmesse der katholischen Christen. Der Ausdruck leitet sich einerseits von „requies“ (lat.: Ruhe, Rast, Todesruhe) ab, andererseits kommt der Name vom Eingangsgebet „Requiem aeternam dona eis, Domine“ (lat.: „Gib ihnen die ewige Ruhe, Herr“).
Das Requiem – die feierliche Totenmesse, das Sterben im Mittelpunkt einer Festivaleröffnung? Gerhard Lagrange hat in seiner Komposition aus dem Jahre 1986 das zentrale Thema des Sterbens und damit der Wiedergeburt, des Transzendierens, das Weiterleben aufgenommen. Daneben ist das Gedenken, speziell an die Sänger und Sängerinnen, ein weiterer ideeller Leitfaden zu dieser Musik. Im christlichen Sinn bedeutet das weltliche Sterben einfach nur ein Hinübergehen, eine Art von Geburt in eine nicht-weltliche Umgebung. In einer ungebrochenen Tradition seit dem Kompositionsjahr 1986 führt der MGV Baden das Requiem immer an verschieden Orten auf. Zeitlich ist die herbstliche Totengedenkzeit um Allerseelen der beste Rahmen. So konnte das Festival cellensis diesmal Komponist und Dirigent Gerhard Lagrange und den MGV Baden mit einigen Freunden aus befreundeten Chören als Interpreten gewinnen. Dieses Stück ist ohne Orgelbegleitung konzipiert und ist als Messe der alten, lateinischen Liturgie verhaftet. Ein Posaunen-Quartett und ein vierköpfiges Solisten-Ensemble geben dem sehr umfangreichen Chorwerk noch mehr klangliche Farbe und Fülle. Das Requiem von Gerhard Lagrange lässt uns zurückschauen auf ehemalige musikalische Partner und Partnerinnen und gibt uns damit im christlichen Sinn den Blick frei auf zukünftige Ziele in der Kunst und im Leben allgemein. |
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 30. Juli 2006 )
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