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Cellensis 2006

5. November 2006 - Hochamt (10:30)

Die lieb gewonnene Tradition Ensembles der näheren Umgebung die Gestaltung der Eröffnungsmesse zu übertragen, setzt cellensis auch heuer fort. Das gemischte Vokalensemble „Intermezzo“ aus Alland bringt, wohl auch dem Mozart-Jahr entsprechend, die „Missa brevis et solemnis“ in C – genannt die „Spatzen-Messe“ (KV 220) – zur Aufführung. Ergänzt wird diese leichtgewichtige Messe volkstümlichen Charakters, die 1775 in München komponiert worden ist, durch weitere Mozartwerke, wie dem „Ave verum“, der Motette „Exultate“ und einem „Ave Maria“. Begleitet wird der Chor von einem kleinen Instrumentalensemble. Auf der berühmten Pfliegler-Orgel spielt Ingrid Desbalmes. Die musikalische Leitung hat Angela Neiss.

5. November 2006 - Führung (12:00)

Dieses Jahr erkunden die Besucher unter der Führung von Dr. Aigner die historische Route zwischen den beiden Aufführungsorten Klein Mariazell und Hafnerberg. Mit anderen Worten: Nach dem Hochamt (und einer kleinen Mittagspause) wird vom Hafnerberg aus dem Wetter trotzend ein Spaziergang nach Klein Mariazell gestartet, während dessen die Besucherin bzw. der Besucher einiges über diesen Weg erfährt. Zu den beiden Kirchen selbst wird Thomas Aigner natürlich ebenfalls einige historische Fakten erzählen. Für Verpflegung während der Route wird gesorgt werden. Ein Shuttle-Bus bringt Sie anschließend zu Ihrem Auto am Hafnerberg zurück. Bitte an wetterfestes Schuhwerk und Gewand denken! Wir hoffen Ihnen damit eine neue Art der Begegnung mit den beiden Veranstaltungsorten bieten zu können.

5. November 2006 - Les Cornets Noirs (18:00)

Gerne wird bei Festivals in Superlativen gesprochen, wenn es um die Ankündung eines Konzertes geht, auf das die Organisatoren lange Zeit hingearbeitet haben: Wir möchten darauf verzichten und anstelle dessen auf das Konzert des Ensembles Les Cornets Noirs aus Basel gemeinsam mit der Sopranistin Monika Mauch hinweisen.
„o dilectissime jesu“
Wie der Name verrät, steht der Zink im Mittelpunkt dieser Formation Alter Musik. Das Programm setzt sich aus Sonaten und Motetten des venezianischen Komponisten Giovanni Legrenzi (1626-1690) zusammen. Internationale Erfolge des Ensembles wie zuletzt der ausverkaufte Mozartsaal im Konzerthaus Wien sprechen für sich, den Rest erfahren Sie beim Konzert dieser herausragenden Künstlerinnen und Künstler.

10. November 2006 - Fagott It! (19:30)

Die exotische Besetzung von vier Fagotten hat bereits in der Barockzeit gelegentlich zu Kompositionen angeregt. Der große Tonumfang des Fagotts von fast 4 Oktaven, ebenso wie die sehr unterschiedlichen Klangcharaktere in den verschiedenen Lagen, ermöglicht es, ein Ensemble aus vier gleichen Instrumenten zusammenzustellen, das durch Virtuosität und Farbenreichtum besticht. Neben den Originalwerken ist es vor allem eine Vielzahl von Bearbeitungen bekannter und auch weniger bekannter Werke, die sich in der Fagottquartettfassung in klanglich ungewohntem Gewand zeigen und den besonderen Reiz dieser Formation ausmachen.
Für das Konzert in Klein Mariazell wurde ein Programm zusammengestellt, das einerseits dem Ambiente des Aufführungsort Rechnung trägt, andererseits einen breiten Einblick in das Repertoire von Renaissance bis Gegenwart gibt. So steht auch eine Uraufführung des NÖ Komponisten Martin Genahl auf dem Programm des Konzertes.

11. November 2006 - Wolfgang Bankl + Jugendsinfonieorchester (19:30)

Wolfgang Bankl (Bass, Staatsoper) gemeinsam mit dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule Triestingtal (Leitung: Dominik Taschler).
Dieses Konzert ist als große Geste in Richtung Unterstützung der musikalischen Jugend gedacht. Ein äußerst kompetenter und liebenswerter Profi Wolfgang Bankl, Ensemblemitglied der Staatsoper Wien, gestaltet diesen Abend gemeinsam mit dem jungen Orchester. In der Vorbereitung haben die Instrumentallehrer der Musikschule Berndorf, Mag. Andreas Enne (Trompete, Orchesterleitung bis 2006), Dominik Taschler (Orchesterleitung ab 2006), Robert Koizar (Orgelbegleitung) und nicht zuletzt die Musiker des Jugendorchesters viel zu tun gehabt, um dem von ihnen selbst hochgesteckten Niveau zu entsprechen. Musiziert wird in vielen verschiedenen Besetzungen. Die Musikepochen aus der Zeit von 1675 bis 1800 werden das Rückgrat des Programms bilden. Die Wallfahrtskirche am Hafnerberg, ihre Orgel, ihre Akustik, ihre Ausstattung bestimmen nahezu die zeitliche Einschränkung. Dieses Konzert mit Wolfgang Bankl an der Spitze wird einmal gefühlvoll leise, dann wieder dramatisch laut sein. Ein Dahinplätschern gibt es bei diesem/n Musiker/n nicht.

18. November 2006 - Close Harmony Friends (19:30)

Das A-cappella-Ensemble „Close Harmony Friends“ aus der Slowakei wird das Publikum heuer durch den Spiritual-Schwerpunkt des Festivals Geistlicher Musik begleiten. Dabei können die acht Sängerinnen und Sänger auf eine internationale Konzerttätigkeit zurückgreifen, die sie bis nach Australien, Ägypten und Japan geführt hat. Natürlich wird dabei auch nicht auf einen musikalischen Ausflug in unser Nachbarland vergessen werden.

19. November 2006 - Game Boy + Mozart (16:00)

Das Mozartjahr 2006 geht auch an cellensis nicht spurlos vorüber. So hinterließ der Komponist ein großes Werk an geistlicher Musik, dem sich das Festival Geistlicher Musik in bislang ungehörter Weise annehmen möchte: Musik auf einem Spielgerät. Der Musiker Herbert Weixelbaum (Mitglied der Formation elektronischer Musik „dot.matrix“ und des Duos 505) wird gemeinsam mit Gästen auf der Spielkonsole „Game Boy“ Mozart interpretieren (Videoprojektionen von mingo.tv). Dies wird in der hochbarocken Wallfahrtskirche am Hafnerberg die Nutzbarmachung elektronischer Geräte als Klangkörper in einem einzigartigen Konzert (er)hörbar machen. In dem zuvor von dem Musiker an der Musikhauptschule Weissenbach abgehaltenen Workshop wird mit den Schülerinnen und Schülern Material erarbeitet werden das ebenso zur Aufführung gelangen wird. Mozart wäre begeistert!